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Thomas Jonigk
Vierzig Tage
Roman
2006

ISBN: 9783854207009
16.- €
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gebunden, 21 x 13 cm
168 Seiten

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»In rasantem Tempo, oft beinahe atemlos, zeichnet Thomas Jonigk das Bild eines Lifestylejunkies, der mit seinem Leben nicht mehr klar kommt. Unglaublich präzise, ohne Umschweife fängt der Autor das Bild einer am Rande der Selbstzerstörung stehenden Gesellschaft ein.« (ORF)

»Jonigk ist ein großartiger Stilist, der Text ist von großer sprachlicher Perfektion und voller unglaublich poetischer Momente.« (FAZ)

»Das Bemerkenswerte und Fesselnde an Vierzig Tage ist die Skurrilität und Dramatik der Geschichte, in die der Autor seine Leser mitreißt.« (Rhein-Neckar-Zeitung)

Die Welt ist eine Katastrophe. Luftangriffe, Kampfflieger, Verletzte, Tote – und jetzt beginnt es auch noch für 40 Tage und Nächte zu regnen. Alles ist schief gelaufen. Jan Jonas' Vater ist eines Tages tot, wer weiß, möglicherweise hat er, sein Sohn, ihn umgebracht. Und damit beginnt für Jan eine dramatische Reise hin zu seiner eigenen Vernichtung – oder ist das, was da am Ende in einem grünen Kleidchen winkt, vielleicht doch das Glück?

Mit ungeheurem sprachlichem Furor, mit Witz, Drastik und Anspielungsreichtum führt Thomas Jonigk den Leser in ein Spiegelkabinett des Schreckens. Aber wo der Schrecken groß ist, ist auch die Aufklärung, das heißt der Kommissar, nicht weit. Der virile, gut aussehende mutmaßliche Vatermörder trifft auf den gütig-gelassenen, hässlichen Kriminalkommissar und wird süchtig nach dessen Geschichten und Gleichnissen. So wie der Roman sein Gesicht wechselt – von der zynischen Darstellung eines restlos entfremdeten Sexualneurotikers über die Krimi-Parodie zur psychotherapeutischen Selbstfindung –, so verändert sich auch die Identität des Helden: wer ist das, der da am Schluss, Arm in Arm mit dem froschgesichtigen Mädchen, gemeinsam mit anderen glücklichen Paaren in die Arche geht?

Ein schmerzhafter, furchtbar komischer Roman über Verwundungen und Narben, Welthaltungen und Schuld und Sühne, und gleichzeitig ein großes literarisches Vergnügen.

»Ob Vatermord oder Sexualneurose: Jonigk verhandelt alle Themen mit drastischem Witz.« (Spiegel)

»Jonigk proklamiert eine Kulturapokalypse. Deren Vertreter über dem Karfiolduft bescheidener Eigenheime das unaufhörliche Schwirren der Kampfjets imaginieren, die ihre geschrumpften Wohlstandsväter in hässliche Sterbebetten hineinwünschen, die aber über sich selbst desto ungerührter zu Gericht sitzen. Der Roman setzt cirka dort ein, wo die Masse deutscher Gegenwartsliteraten bereits ihr modisches Schreibbesteck weggelegt hat.« (Der Standard)

Textauszug