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Veranstaltungen:

7. Juli, 18:30 Uhr
Nötsch im Gailtal, Schloß Wasserleonburg

 

Barbara Frischmuth
Vom Fremdeln und vom Eigentümeln
Essays, Reden und Aufsätze über das Erscheinungsbild des Orients
2008

Essay 59

ISBN: 9783854207436
15.- €
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kartoniert, 17,5 x 11,5 cm
152 Seiten

Kaum eine unserer SchriftstellerInnen ist so berufen, das komplexe Verhältnis von Orient und Okzident, von Westen und Nahem Osten kompetent zu durchleuchten, wie Barbara Frischmuth – deren Initiation in die Welt der Bücher, wie sie sagt, durch die Märchen aus 1001 Nacht stattfand. Die Faszination durch die reichhaltige Kultur des Islams durchzieht seither ihr eigenes Werk auf vielfältige Weise.

In den letzten Jahren sind der Orient, die Türkei und der Islam in unsrerer öffentlichen Wahrnehmung aber weniger kulturell, sondern politisch präsent, die Angst vor dem Fremden erlebt bis dahin unvorstellbare Ausformungen; Abgrenzungen und Identitätspolitiken (aber auch Ahnungslosigkeit und Ignoranz) bestimmen das politische Gespräch über Migration und Europäische Union.

Dieser Band versammelt nun eine Auswahl der Aufsätze, Vorträge und Essays zu ›orientalischen Fragen‹. Es geht darin um das Kopftuch, um das Europäische an Europa, um die EU und die Türkei, um islamische Frauen, aber vor allem geht es um den Reichtum an Kultur, der uns durch die Literatur des Orients zur Verfügung stünde (wüssten wir dieses Angebot nur zu schätzen!), um islamische und christliche Mystiker oder um geniale Übersetzer wie Friedrich Rückert.

Ihre Aufsätze sind Musterbeispiele für die Fruchtbarkeit unabhängigen Denkens; mit Witz, Skepsis und Klugheit rücken sie die Vorurteile und verfestigten Ansichten der deutschen (oder österreichischen) Zeitgenossen zurecht, auch wenn die sich selbst für durchaus offen und vorurteilsfrei halten.

Platz 5 der ORF-Bestenliste August 2008

»Frischmuth ermuntert ihre Leser zu unvoreingenommener Neugier.« (FAZ)

Frischmuths »Credo ist das einer Aufklärerin: Nicht-Wissen und Ignoranz kann sich keine Gesellschaft leisten, wenn sie ihre Nachbarschaft mit anderen Kulturen auf friedlich-produktive Art gestalten will. So gibt sie einen Überblick über den Alevismus in der Türkei, erzählt von islamischen und christlichen Mystikern und predigt gegenseitige Achtung und Respekt. Barbara Frischmuth erlaubt sich keine schnellen Urteile, aber sie demontiert gekonnt Vorurteile aller Art. (...) Kleine, aber prägnante philosophische, kultur- und literaturwissenschaftliche Abhandlungen, die dazu beitragen, ein differenziertes Bild der orientalischen Welt zu zeichnen. Und wenn damit Neugier und Interesse bei den Lesern geweckt worden sein sollte, das wäre doch schon etwas.« (Brigitte Lichtenberger-Fenz, sandammeer)

Frischmuth »analysiert das Wesen von Vorurteilen und Ängsten gegenüber dem Fremden und beleuchtet das komplexe Verhältnis zwischen der Türkei und der EU ebenso wie die Lebenswirklichkeit islamischer Frauen abseits der Klischees.« (Julia Kospach, Falter)

»Eine große Entdeckungsreise.« (Werner Krause, Kleine Zeitung)

»Mit grosser Kenntnis vermitteln Frischmuths Essays zwischen zwei Welten. Sie fordern eine Toleranz, die Anerkennung und nicht wechselseitige Duldung ist.« (Paul Jandl, Neue Zürcher Zeitung)

Das Buch »zeugt von Kenntnissen und Vorurteilslosigkeit«.
(Heinz Müller, Buchhändler heute)

»Eine kluge Sammlung, ein Aufruf, einmal den eingefahrenen Blickwinkel zu ändern, um die Werte des jeweils Fremden und des jeweils Eigenen neu betrachten zu können.« (Caro Wiesauer, Kurier)

»Neben der Suche nach gemeinsamen Spuren als Basis eines Dialogs plädiert Frischmuth für ein gleich berechtigtes Nebeneinander, ein Lächeln, mal mehr und mal weniger verbindlich. Die Autorin setzt in diesem Prozess auf den Austausch von Kulturen, von Sprachen, von Literaturen.« (Sabine Scholl, Die Presse)

»Frischmuths luzide Essays rütteln an unserer kulturellen Selbstgewissheit und wecken Neugierde auf das orientalische Andere. Dieses Buch sollte in keiner österreichischen Bibliothek fehlen.« (Johanna Kircher, Bibliotheksnachrichten)

»Barbara Frischmuth schreibt unaufgeregt und kompetent gegen Vorurteile an.« (Irene Prugger, Wiener Zeitung)

»Das ist lebendige Literatur, essayistisch, auch eine, die an ihr selbst demonstriert, wie man im Umgang mit den eigenen Vorurteilen und dem eigenen Vorwissen mit sich selbst konstruktiv diskutieren kann.« (Florian Braitenthaller, literaturhaus.at)

» Frischmuth plädiert für ein völlig geändertes Aufeinander-
Zugehen und gibt immer wieder ihrer absoluten Überzeugung wider, wonach es immer und in allen Kulturen die Möglichkeit zu einer Erneuerung und einer Veränderbarkeit gibt. Insoferne gibt sie nie die Hoffnung auf, dass die Engstirnigkeit und Unwissenheit ihrer deutschsprachigen Landsleute aber auch die kulturelle und schöpferische Stagnation des islamischen Kulturkreises auch wieder veränderbar ist. Für jeden/ jede, der /die das gegenwärtige Verhältnis zwischen Orient und Okzident nicht unwidersprochen hinnehmen möchte, eine absolute Pflichtlektüre.« (INTERNATIONAL - Die Zeitschrift für internationale Politik)

Textauszug