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Autor
> Lydia Davis
Veranstaltungen:
 12. Mai, 10:00 Uhr Solothurner Literaturtage,Landhaus Foyer 1. Stock
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Lydia Davis
Das Ende der Geschichte
Roman 2009
ISBN: 9783854207610
21.- €
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gebunden, 21 x 13 cm 260 Seiten
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In ihrem einzigen Roman Das Ende der Geschichte zeichnet Lydia Davis eine obsessive Liebesgeschichte und deren Erinnerungsspuren nach.
Eine 35jährige Schriftstellerin verliebt sich in einen viel jüngeren Mann, wird durch diese Erfahrung zutiefst irritiert und zeigt nach und nach alle Symptome von Liebeskrankheit. Die allmähliche Auflösung der Geschichte bis zur endgültigen Trennung setzt Lydia Davis parallel zum allmählichen Entstehen eines Romans über eben diese Erfahrungen und Vorgänge.
Neben die Erforschung des Liebeswahns in allen seinen peinlichen Details tritt etwas anderes in den Vordergrund: die Erinnerung und ihre Unwägbarkeiten, ihre dunklen Flecken und grellen Beleuchtungen. Mit kristallklarer Nüchternheit beschreibt die Autorin nicht nur die emotionalen Verwerfungen, sondern mit großer Intensität auch die äußeren Landschaften: die Pazifikküste um San Diego und um San Francisco, das Hudson Valley an der Ostküste. Mit ungeheurer Wissbegier, und ohne sich auf vorgefertigte Schreibweisen und Satzfolgen einzulassen, legt Lydia Davis in Das Ende der Geschichte eine nahezu philosophische Untersuchung über das vor, was sich unserem Gedächtnis, unserer Erfahrung, unserem Wissen konstant entziehen möchte.
»Lydia Davis schreibt über die Untiefen des Schreibens, die Fallstricke des Gedächtnisses, die Irrationalität von Liebeswunsch und Begehren und die dauernden Verletzungen der Zurückweisung. Vergangenheit und Gegenwart gehen ineinander über und die Seelenlandschaft kontrastiert mit genauen Beschreibungen äußerer Landschaften an der amerikanischen West- und Ostküste.« (Manuela Reichart, Deutschlandradio)
»Mit klugen, spröden Erzählungen wurde die Amerikanerin Lydia Davis hiesigen Lesern vorgestellt. Nun legt Droschl ihren Roman Das Ende der Geschichte vor, der von der Liebe zwischen der Ich-Erzählerin und einem wesentlich jüngeren Studenten erzählt. Zugleich radikal persönlich und mit analytischer Distanz hinterfragt der Text die gelebten Gefühle, die Verlässlichkeit der Erinnerung und die Schwierigkeit, sie literarisch zu fassen.« (Angela Schader, NZZ)
»Das macht den Reiz des Buches aus: Dass das Schreiben hier einen Triumph feiert über die Ideologie des Erzählens.« (Klaus Kastberger, Ö1)
»Eine komplexe Situation, in der die Ereignisse und Reflexionen der unterschiedlichen Zeitebenen faszinierend ineinander fließen. Davis ist eine Meisterin der feinen Töne, der man bereitwilligst in jede Falte der umwerfenden Erfahrung und des anschließenden verletzten Im-Kreise-Drehens folgt.« (Echo)
»Ein dicht geschriebener hervorragender Roman.« (Bettina Enzenhofer, anschläge)
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