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Eleonore Frey
Eleonore Frey, eine der wichtigsten Autorinnen der heutigen Schweiz, 1939 in Frauenfeld geboren, lebt in Zürich. Sie hielt an der Universität Lehrveranstaltungen zur Literatur und übersetzt aus dem Französischen.
Eleonore Frey schreibt eine einzigartige Prosa, von äußerster Musikalität und Rhythmik, sie verwebt ihre Motive mit größter Kunstfertigkeit, und ihre Sensibilität für Klang und »Fleisch« der Wörter, für die Ökonomie der Sätze ist schon von vielen gerühmt worden. Der sanfte Ton dieser Prosa macht die Risse und Disharmonien in den Lebensentwürfen ihrer Personen noch viel schmerzhafter. Das bloße Erzählen scheint das Nicht-Erzählbare wieder zusammenzukitten – und dieser Paradoxie ist sich die Erzählerin Frey auch bewusst; es gilt, den Abstand zwischen diesem Wissen einerseits und der Achtung und dem Mitgefühl gegenüber den (fiktiven) Lebensentwürfen andererseits zu überbrücken.
»Seit Jahren eine der wichtigsten Erzählerinnen der Schweiz.« (FR)
»In ihren Werken begegnet die Autorin dem Offensichtlichen mit Skepsis und nimmt das vermeintlich Selbstverständliche nicht als gegeben hin. Sie meldet Zweifel an, wenn die angeblich letzte Wahrheit im Brustton der Überzeugung vorgetragen wird. Siegessichere Antworten konterkariert sie mit den nie versiegenden Fragen der beharrlichen Querdenkerin.« (NZZ)
Von der Schwierigkeit, in der Welt zu sein, ohne die Sicherheit eindeutiger Wahrnehmungen und den Schutz ›wahrer‹ Bedeutungen – davon handeln die Bücher von Eleonore Frey.
»Ihre Sprache gewinnt poetische Qualität durch Präzision, freilich nicht im Sinne eines prallen Naturalismus, sondern in der greifbar-bildlichen Art, wie man einem Kind erzählt, das noch nichts von der Welt weiß.« (FAZ)
»Was mag ich an ihren Texten? Heitere Ruhe atmen sie – so wie sich auch deren Autorin dem hektischen Treiben verweigert. Oft klingt ein verschmitzter Ton an, sanft zieht uns Eleonore Frey in ihre Welt hinein, aber die Sätze schweben auch zwischen Bezauberung und Erschrecken. Und im Untergrund wirkt die Ernsthaftigkeit, mit der diese Frau den Menschen und der Welt begegnet.« (Beatrice Eichmann-Leutenegger) |
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